10.6.17

Aus dem Krimi-Archiv: Die Todeskarten des Dr. Schreck

John Burke:
Die Todeskarten des Dr. Schreck
 John Burke:
Die Todeskarten des Dr. Schreck
(Dr. Terror's House of Horrors)
Deutsch von Maria Lampus
München: Heyne Taschenbuch Nr 418, 1966
157 Seiten
Bei dem Titel handelt es sich um ein Movie-Tie-In (Roman zum Film) zu der britischen Produktion "Dr. Terror's House of Horrors" aus dem Jahr 1965, laut Wikipedia "directed by veteran horror director Freddie Francis, written by Milton Subotsky, and starring Peter Cushing and Christopher Lee."
Das Cover der US.Ausgabe orientiert sich an dem Filmplakat.


John Burke:
Die Todeskarten des Dr. Schreck
John Burke: Die Todeskarten des Dr. Schreck
DER D-ZUG DES GRAUENS WAR UM 8.43 UHR ABGEFAHREN.
WANN KAM ER AN?
Die fünf Männer, die sich an einem strahlenden Julimorgen in dem D-Zugabteil zusammenfanden, kannten sich nicht, waren einander noch nie begegnet. Wie hätten sie dann vermuten können, daß jener Alte, der als letzter zugestiegen war, jeden von ihnen im Leben des anderen eine verhängnisvolle Rolle spielen lassen würde?
Sie glaubten, der Alte wollte sie lediglich das Gruseln lehren, aber damit hatten sie ihn unterschätzt. Und arglos ließen sie ihn die Spielkarten präsentieren, jene geheimnisvoll teuflischen Karten, durch die man in die Zukunft sah, in e_ine verhängnisvolle Zukunft, in ein tödliches Entsetzen . . .
Ein Horror-Thriller auf der Grenze zwischen Phantasie und Wirklichkeit.

8.6.17

Aus dem Krimi-Archiv: Henry Jaeger

Henry Jaeger  (1927 – 2000)

Henry Jaeger, Sohn eines Kupferschmieds, wurde mit 15 zum Flakdienst eingezogen und als Fallschirmjäger eingesetzt. Nach Militärzeit und Kriegsgefangenschaft besuchte er Abendschulen, arbeitete tagsüber als Laborant und faßte den Entschluß, Arzt zu werden. Die Umstände aber verhinderten es -  Jaeger rutschte in die Kriminalität ab.
Nach einer Serie von Raubüberfällen, die er als Kopf der berüchtigten "Jaeger-Bande", wurde er 1955 verhaftet und zu zwölf Jahren Zuchthaus verurteilt. Der Freiburger Gefängnispfarrer erwirkte für ihn eine Schreiberlaubnis und betraute ihn mit der redaktionellen Leitung der Gefangenenzeitung.
Noch während seiner Haftzeit veröffentlichte Jaeger seinen ersten Roman DIE FESTUNG, der auch von der literarischen Kritik der frühen sechziger Jahre ernsthaft aufgenommen wurde.
1963 wurde Jaeger schließlich durch einen Gnadenerlaß aus der Haft entlassen und arbeitete während seiner Bewährungszeit als Volontär bei der "Frankfurter Rundschau".
In den nächsten Jahren schrieb er eine Reihe zeitkritischer Kriminal-Romane, die jedoch niemals wieder die gleiche positive Resonanz bei der Kritik erzielten wie sein Erstling. Zunehmend registrierte man in Jaegers Werk thematische und stilistische Stagnation und ein Abgleiten in triviale und populäre Muster.

Henry Jaeger: Die Festung
Bergisch-Gladbach: Bastei –Lübbe, Palette 14008
Lizenzausgabe des Verlags Kurt Desch GmbH, München
© Copyright 1962 by Verlag Kurt Desch GmbH, München, Wien, Basel


Henry Jaeger: Die Festung (Bild: Jahn)

Henry Jaeger wurde 1927 in Frankfurt geboren. Schon nach Erscheinen seines ersten Werkes spendeten ihm Kritiker wie Friedrich Sieburg und Hans Habe hohes Lob. Seine großen Romane DAS FREUDENHAUS, DIE BESTRAFTE ZEIT und REBELLION DER VERLORENEN wurden in viele Sprachen übersetzt.

H. Jaeger schrieb über sich selbst: »Meine Arbeiten sind das Ergebnis dunkler Erfahrungen und nachhaltiger Erschütterung. Ich will die Dinge anrühren, sie aufzeigen, sichtbar machen — enthüllen!«
Und so ist der hier vorliegende Roman wie ein Faustschlag, der uns wachrütteln soil, Menschen, die außerhalb der Gesellschaft stehen, leben zusammengepfercht in einer alten Festung. Jeder versucht auf seine Weise, der Trostiosigkeit dieses Daseins zu entfliehen‚ von dem einzigen Wunsch beseelt‚ seinem Leben eine Wendung zum Guten zu geben — ein wenig Glück zu finden.  Der Roman wurde unter dem Titel VERDAMMT ZUR SÜNDE mit Martin Held und Hildegard Knef in den Hauptrollen verfilmt.
 
Henry Jaeger:
Unter Anklage

Vollständige Taschenbuchausgabe 1988

Die aparte und lebensfrohe Susanne verliebt sich im Tessin in einen deutschen Maler. Bei einer Ausstellung sieht sie ihr Porträt, das er gemalt hat, ohne sie jemals gesehen zu haben. Sie ist die Traumfrau seiner Phantasie. Doch ihre Liebe scheint keine Zukunft zu haben, denn Susanne ist als Mitwisserin und Hauptzeugin in einen Kriminalfall verwickelt. Ihr Vater sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Die beiden Liebenden fliehen in ein abgelegenes Tessiner Tal, um ganz ihren Gefühlen zu leben
Doch die Vergangenheit holt sie auch hier ein...